In der Weihnachts- und Jubiläumsfolge blicken Roman Fritsches und Sören Janson auf ein Jahr Bargespräche zurück: 60 Folgen, über 10.000 gehörte Folgen und werbefrei. Für das kommende Jahr planen sie Schwerpunkte wie PropTech, digitales Projektmanagement, Folgegespräche mit früheren Gästen, Unternehmenskultur und Nachwuchsgewinnung sowie ein neues Fachformat zum Austausch zwischen Planungsbüros.
Inhalt des Podcasts
Was feiert die tgabar in dieser Weihnachtsfolge?
Roman: Moin Moin aus Hamburg und herzlich willkommen zum einzigen Podcast von der TGA-Bar.de. Es ist Weihnachten.
Sören: Es ist Jubiläum. 60. Folge. Mir ist schon ganz warm ums Herz. Über 10.000 gehörte Folgen.
Roman: Über 10.000 gehörte Folgen, und das bei unter 60 Folgen — das ist echt gut. Ich habe von guten Podcasts gehört, die etwa 250 Folgen und rund 30.000 gehörte Folgen haben. Das heißt, wenn wir bei 240 Folgen wären, müssten wir bei rund 40.000 gehörten Folgen landen.
Sören: Vielen Dank an die treue Zuhörerschaft. Zur 30. Jubiläumsfolge hatten wir noch 3.000. Wir sind deutlich bekannter geworden, das freut uns mega.
Roman: Und wir haben auch etwas zurückgegeben: Wir haben nie Werbung geschaltet und werden das auch nicht machen.
Sören: Das bleibt auch im neuen Jahr.
Roman: Nur damit ihr eine Größenordnung habt: Es gibt Anbieter, die etwa 50 Cent pro Download zahlen — wir hätten also schon rund 5.000 Euro bekommen. Haben wir aber nicht, damit ihr nicht von dummer Werbung genervt seid.
Sören: Was wir natürlich weitermachen: Wenn wir Gäste haben, dürfen die gerne sagen, für wen sie tätig sind und was sie entwickelt haben. An der Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, mit denen wir im letzten Jahr sprechen konnten.
Roman: Und wir möchten uns bei allen Bargästen bedanken — dass wir aus dem Bargespräch eine Bar gemacht haben, das war mein Jahr. Diese Bar macht mich wirklich glücklich. Ich habe das auch mit meinem Nachbarn Averdung schon besprochen — von Balkon zu Balkon, mit einem Gläschen Rotwein wird das geklärt.
Welche Themen plant die tgabar für das kommende Jahr?
Roman: Wir haben tolle Themen für nächstes Jahr vor. Ein Thema, das du angedeutet hattest, ist PropTech. Wir haben in den letzten Folgen gezeigt, dass TGA-Planungsbüros eigene Software entwickeln und auf den Markt bringen können, die einen Mehrwert für alle Beteiligten schafft. Da sollten wir den Bogen weiter spannen und uns umhören, was noch geht. PropTech steht für Property Technology, also Software für die Baubranche.
Sören: Alles unter dem Digitalisierungsradar.
Roman: Genau, und das ist eben nicht nur BIM. Viele verstehen die Digitalisierung der Baubranche nur als BIM. BIM ist ein Prozess und die Software dazu — aber das reicht nicht.
Sören: Wir haben auch das Thema digitales Projektmanagement an der Bar. Da kommen ständig neue Tools, es entwickelt sich weiter. Wir haben vor etwa einem Jahr mit dem Podcast begonnen und viele Gespräche geführt. Spannend wäre, ein Jahr später wieder zu schauen, wie sich die Themen bei den Leuten weiterentwickelt haben.
Mit welchen früheren Gästen will die tgabar Folgegespräche führen?
Roman: Ich erinnere mich an ein spannendes Gespräch mit Sebastian Theißen. Er ist inzwischen Geschäftsführer bei der List AG geworden und hat List Eco aufgebaut. Die machen viele Lebenszyklusanalysen und Lebenszykluskosten — mit ihm würde ich gern nochmal ein Interview führen.
Sören: Einfach, was passiert ist und wie sich das Thema weiterentwickelt hat. Wir haben viele Gespräche geführt, auch zur Kostenexplosion — das wird uns weiter begleiten, und es gibt neue Erkenntnisse zu teilen.
Roman: Auf jeden Fall. Ich habe auch Christian Bergmann von Madaster im Kopf. Madaster macht immer mehr beim Thema kreislaufgerechtes Bauen, das kommt überall hoch. Spannend, ihn nochmal zu fragen, was passiert ist. Dann Frau Dr. Schlabach zum Thema IPA.
Sören: Das läuft die ganze Zeit nebenbei, es gibt Vorträge dazu, und Profis posten auf LinkedIn zu den Themen. Auch Lars Schumacher ist schnell in den Barkeeperkreis aufgenommen worden und hat ordentlich was gemacht.
Roman: Professor Wimmer war im Bereich BIM total aktiv.
Sören: Wir können auch schauen, was aus Lukas Bost geworden ist und wie sich das verändert hat.
Was hat die tgabar mit den Lounges im ersten Jahr bewegt?
Roman: Das Coole ist, dass wir uns jeden Monat an der Bar treffen. Die letzte Bar war am 9.12., die nächste ist im Januar. Toll finde ich, dass aus den gebundenen BIM-Themen jetzt Lounges entstehen. Es geht nicht darum, ein Thema einmal zu besprechen, sondern dass sich etwas dreht: Die BIM-Lounge ist aktiv, die GA-Lounge ist aktiv, die Lounge Unternehmensführung ist aktiv mit dem Thema Nachwuchsgewinnung — da geht jetzt die Kampagne los. Wir haben dieses Jahr tierisch viel bewegt.
Sören: Und wir haben noch Großes vor.
Roman: Mit euch zusammen. Irgendwann haben wir 10.000 Büros an der Bar — wir haben festgestellt, dass 10.000 Teilnehmer in Microsoft Teams möglich sind.
Sören: Ohne Probleme. Vielleicht dürfen wir dann nicht alle das Bild anmachen, damit die Infrastruktur nicht streikt. Aber das wäre eine Presse-Nachricht wert: TGA-Fachplaner schaffen die IT-Industrie.
Welche weiteren Format-Ideen stehen im Raum?
Roman: Wir hatten die großen IT-Themen, dann Unternehmenskultur und Nachwuchsgewinnung. Eine Idee ist eine Folge zu „Boomerangs" — Leuten, die wieder ins eigene Büro zurückkehren, nachdem sie ein paar Jahre woanders waren. Das war bei mir selbst so. Spannend, diese Gründe zu verstehen, aber auch die Gründe, warum Leute gehen. Wir haben dieses Jahr ein, zwei Leute verloren, ausführliche Gespräche geführt und festgestellt: Die Gründe sind sehr vielfältig. Daraus können wir viel zum Thema Unternehmenskultur und Prozesse ableiten.
Sören: Cool fände ich auch ein Format, in dem man sich auf Fachebene zu Konzepten und Planungsideen austauscht, in dem viele Büros darüber diskutieren, was schon umgesetzt wurde — um anderen Büros die Scheu zu nehmen, neue Techniken und Verfahren einzusetzen. Viele haben gute Ideen, müssen aber viel Überzeugungsarbeit leisten. Wenn man auf einen Pool von TGA-Fachplanungsbüros zurückgreifen kann, die sagen „das haben wir gemacht, das funktioniert, kommt vorbei und schaut es euch im Betrieb an", bringt das das gesamte Thema voran. Zum Beispiel PV oder PVT — da gibt es genug Erfahrungsberichte, wenn man die gesamte Gruppe anschaut, statt nur im eigenen Mikrokosmos.
Roman: Du willst also in den Bereich Technik rein. Ich habe mich davor immer gescheut, weil ich dachte: Lass uns Projektmanagement machen, da liegt so viel im Argen.
Sören: Das ist meins, ich bin PMler durch und durch.
Roman: Genau, du bist ja der Bauingenieur. Am 9.12. haben wir an der Bar das Thema CO2-neutrales Gebäude besprochen — da steht das Ziel im Vordergrund: Technik, um die Welt zu retten. Das wird langsam knapp, die 1,5 Grad reißen wir ohnehin schon. Lars hat schon angefangen, ich glaube, da sind wir jetzt drin.
Wann geht es nach der Weihnachtspause weiter?
Sören: Jetzt sind wir erst mal in der Weihnachtszeit. Diese Folge gibt es nicht nur, weil wir 60 Folgen aufgenommen haben, sondern weil wir uns in eine kurze Pause verabschieden.
Roman: Heute ist der 25. Dezember. Wir treffen uns wieder — schauen wir auf den Kalender.
Sören: Am 15. Januar ist die nächste Folge online.
Roman: Genau. Bis dahin könnt ihr euch die alten Folgen nochmal anhören — rund drei Wochen, das schafft ihr. Wir freuen uns, dass ihr uns so treu bleibt. Wir sehen an den Zuhörerzahlen, dass sie explodieren, und freuen uns über Feedback, wenn wir Dinge anders machen sollen.
Sören: Empfehlt uns gerne Themen. Wir wollen vielleicht ein Best-of an Mikro-Themen kreieren — auch zu Themen, bei denen wir nur gefährliches Halbwissen haben, damit jeder eine zweite oder dritte Meinung bekommt.
Roman: Die Ideen haben wir genannt. Ich glaube, wir machen den Schluss für dieses Jahr an der Bar.
Sören: Einen Weihnachtsschnaps noch. Frohe Weihnachten.
Roman: Frohe Weihnachten, alles Gute, bis nächstes Jahr.
Sören: Tschüss.
Häufige Fragen zu dieser Folge
PropTech steht für Property Technology, also Software für die Baubranche. In der Folge wird betont, dass Digitalisierung der Baubranche nicht nur BIM ist, sondern ein breiteres Feld an Werkzeugen umfasst, das einen Mehrwert für alle Projektbeteiligten schaffen kann.
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