Der tgabar e.V. zieht nach erster Mitgliederversammlung und Barcamp in Berlin Bilanz: Aus acht Themenblöcken entstanden viele Ideen und mehrere neue Lounges. Der Vorstand setzt auf kleine Schritte, eine bessere Website mit getrenntem Intranet, das Ziel 150 Mitglieder bis Ende 2025 und aktive Lounge-Mitarbeit von rund einer halben Stunde pro Woche.
Inhalt des Podcasts
Wie war die erste Mitgliederversammlung und das Barcamp der tgabar?
Roman: Herzlich willkommen an der TGA-Bar. Wir sind immer noch in Berlin, schönen Gruß aus dem Hauptstadtstudio. Wir haben neue Gäste: Sören und ich sitzen an der Bar mit dem Vorstand. Herzlich willkommen, Sarah, herzlich willkommen, Christopher. Wir haben uns vor fast einem Jahr zuletzt in dieser Konstellation gesprochen, als wir den Verein gegründet haben. Eingetragen wurden wir erst im Mai. Jetzt haben wir zwei Tage hinter uns: die erste Mitgliederversammlung mit allen Mitgliedern und das Barcamp. Ich sehe glückliche Gesichter.
Sarah: Ich fand es gerade mega. Ein Teilnehmer hat gesagt: die Location ist geil, die Themen sind geil und die Leute sind geil — das kann ich nur bestätigen. Meine Erwartung war, dass wir Leute zusammenbringen, die den gleichen Spirit und die gleiche Lust haben, und genau das war so. Das war das Schönste an den zwei Tagen.
Roman: Christopher, wie war es mit dem Bier?
Christopher: Ein bisschen unzureichend — am ersten Tag kam erst um 20 Uhr Bier. Da haben wir einen organisatorischen Fehler begangen, auch wenn wir uns bewusst dafür entschieden hatten. Ein paar Learnings nehmen wir mit. Insgesamt fand ich es total gut. Die Location war super, Sarah hat sie federführend ausgesucht — dieser Industrial Style, toll. Ich bin froh, dass wir nicht am Geld gespart haben. Mit der Durchmoderation bin ich sehr zufrieden, ein riesen Dank an Sven. Und was ich mir im Vorfeld gar nicht vorstellen konnte, war diese Unkonferenz — dieses richtige Mitarbeiten. Wir haben viel Input für das nächste Vereinsjahr gesammelt, den wir jetzt auf die Straße bringen müssen.
Sören: Wir haben genau in den Verein reingehört, was die Themen sind, die alle umtreiben. Daraus den Mehrwert über das nächste Jahr zu schaffen, war der perfekte Zeitpunkt. Es passt richtig gut zusammen.
Christopher: Und ich fand richtig gut: Bei der Objektüberwachung hatte ich einen Fall, den ich nicht wusste, und habe die anderen gefragt — die einhellige Meinung war, sie wissen es auch nicht. Diese Offenheit findest du sonst nirgends. Anderswo heißt es: wir machen das immer so. Hier heißt es: ich weiß es nicht, lass uns daran arbeiten.
Roman: Das ist die Basis für gemeinsames Lernen — dass du zugibst, ich kann das nicht, da müssen wir ran. Total offen und transparent, das habe ich vom Barcamp mitgenommen.
Welches Format plant die tgabar für das nächste Barcamp?
Roman: Mit Sven haben wir über das nächste Jahr gesprochen. Er würde ein anderes Format wählen, weil wir jetzt rausgehört haben, was die Leute interessiert. Nächstes Jahr könnte er sich eine intensive Lounge-Arbeit vorstellen: dass die Leute zusammenkommen und in ihren Lounges richtig konkrete Dinge aufs Papier bringen — noch detaillierter als bisher.
Sarah: Beim Barcamp war ich erstaunt: Wir hatten acht Themenblöcke, und innerhalb dieser acht sind gefühlt zehn weitere entstanden. Ich fühle mich, als hätte man einen neuen Auftrag gewonnen — man freut sich erst, und dann sieht man die ganze Arbeit, die auf einen zurollt. Diese Masse an Themen, Interessen und Ideen müssen wir auf die Straße bringen. Sven hat einen guten Punkt gemacht: kleine Schritte machen, um Erfolge direkt feiern zu können, statt die großen Themen alle gleichzeitig anzupacken. Das wird eine große Herausforderung für uns alle.
Roman: Dieses gleichzeitige Anpacken haben wir schon in zwei Lounges gemacht — bei BIM und Smarter Plan sind viele Untergruppen entstanden. Nacheinander ist vielleicht besser als alles gleichzeitig, weil wir sonst die Loungeleitenden überfordern. Ich bin selbst überfordert: Ich habe die Lounge Projektleitung gegründet, treffe die ersten Leute, und jetzt kommen so viele Themen rein — Prozesse, ERP-Systeme. Da kann man einen Plan machen, dass wir in drei Jahren vielleicht eine neue Lounge brauchen; der Bedarf ist anscheinend groß.
Was macht eine gute Lounge-Mitarbeit aus?
Christopher: Wir brauchen nicht nur die neue Lounge, sondern auch Leute, die sich auserkoren fühlen, mitzuarbeiten. Unser Verein lebt von den Mitgliedern.
Roman: Was macht denn eine Lounge-Mitarbeit aus?
Christopher: Es macht Sinn, sich auf ein paar Themen zu fokussieren, die einen interessieren, und dann aktiv mitzuarbeiten. Roman, du hast dir das auf eine halbe Stunde pro Woche runtergebrochen — pro Woche ein Thema, aufsummiert eineinhalb Stunden pro Monat. Das kann jeder von uns leisten. So hatte ich das noch nicht gesehen; ich dachte immer, wie kriege ich das in meinen Terminplan. Aber eine halbe Stunde ist total machbar. Das Ziel ist, sich zu fokussieren, gemeinsam etwas abzuarbeiten und dann in die nächste Lounge zu gehen, wenn dort ein Thema ist, das einen interessiert.
Roman: Das heißt, wir müssen die einzelnen Themen innerhalb der Lounges transparenter machen, damit die richtigen Leute hineinfinden. Das ist auch eine Aufgabe.
Wie will die tgabar neue Mitglieder gewinnen?
Roman: Ich habe mit Sarah die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen: neuer Auftrag, geil — aber wer macht es eigentlich?
Sarah: Genau so fühle ich mich. Wir hatten über Marketing und Vertrieb gesprochen — das ist ein geiles Ziel, das man sich gut machen kann. Wir haben jetzt etwa 80 Mitglieder. Wenn wir uns als Ziel setzen, 150 Mitglieder bis Ende 2025, wäre das ein cooles Ziel, das ich gerne erreichen würde.
Roman: Da sind wir zwei stark gefordert — du Vertrieb, ich Marketing, so war die Aufteilung. Die müssen wir nach einem Jahr auch hinterfragen, ob das noch passt.
Sarah: Wir müssen die Leute auf die Spur bringen. Ich will nicht alle einzeln anrufen und fragen, ob sie Lust haben — das kann ich tun, aber es ist nur ein Baustein. Wir müssen Tools bereitstellen, die andere direkt nutzen können, um zum Beispiel ihre fünf Ingenieurbüros, mit denen sie Kontakt haben, für die tgabar zu interessieren. Das müssen wir schnell auf die Spur bringen, damit sich das schön weiterentwickelt.
Sören: Weil ich auf die Uhr schaue — ich will gleich rausrennen, der Zug kommt. Eine Idee: ein tgabar-Banner in jeder E-Mail eines TGA-Büros.
Roman: Das haben wir auch in der Lounge diskutiert. Da ging die Frage auf, ob wir damit Bauherren und Architekten erreichen — das wollen wir aber gar nicht, wir schicken ja selten Mails an die Büros. Die Ideen gab es alle, es gab noch viel mehr.
Sören: Dann möchte ich euch dreien herzlich danken, im Namen aller Beteiligten, dass ihr das hier organisiert habt. Eine mega Veranstaltung. Ich freue mich aufs nächste Jahr — und jetzt schaue ich, dass ich pünktlich zum Zug komme.
Roman: Schönen Abflug, wir machen hier weiter.
Warum braucht der Verein eine neue Website und ein Intranet?
Christopher: Ein guter Punkt ist die Zugänglichkeit. Eine große Agenda muss jetzt eine neue Website sein.
Roman: Die neue Website haben wir in der Lounge diskutiert. Wir haben gemischte Erfahrungen gemacht. Wir hatten die World of TGA mit einem externen Dienstleister — die Website ist total ätzend zu bearbeiten, dabei muss sie schnell bearbeitbar sein, alle müssen Inhalte einbringen können. Ich habe es dann mit Google Sites gemacht; mit der Optik sind die Leute halbwegs zufrieden, es ist mehr die Struktur, die ich schon zweimal verändert habe und die immer noch nicht übersichtlich ist. Da würde ich gern ran, gemeinsam mit der Lounge Marketing, die sich gründen soll — wir holen Feedback und testen, wie die Website übersichtlicher wird und vor allem den Mehrwert für die TGA-Planenden als Zielgruppe stärker nach vorne stellt.
Christopher: Vielleicht sollten wir extern und intern trennen — das hatten wir auch beim Büro der Zukunft, Kommunikationscenter: verschiedene Zielgruppen. Vielleicht sollten wir ein Intranet machen.
Roman: Genau, ein Intranet. Du wolltest Microsoft Teams besorgen, das hast du glaube ich schon angemeldet. Das wäre das Intranet, und nach außen bleibt es derzeit Google, weil das einfach aufzustellen ist. Microsoft hat nichts Vergleichbares, um schnell eine Website zu bauen — wir müssen die beiden Welten zusammenkriegen.
Christopher: Vielleicht hört das gerade ein Hörer, der weiß, wie das geht, und meldet sich bei Roman.
Roman: Genau — wer aus der Microsoft-Welt direkt eine Website bauen kann und sagt, das ist total easy: Wir freuen uns auf dich, lieber Hörer.
Mit welchem Gefühl geht der Vorstand aus dem Event?
Roman: Wie fahrt ihr nach Hause, mit welchem Gefühl?
Sarah: Ich bin schon ein bisschen platt, es war heftig — wir waren vielschichtig aktiv, jetzt auch in der Funktion als Vorstand. Aber mit einem freudigen Gefühl und viel Aufgaben im Gepäck.
Christopher: Nach solchen Veranstaltungen muss man das ein bisschen sacken lassen. Jetzt bin ich euphorisch und habe große Lust und Energie. Wie es am Montag aussieht, werden wir sehen. Für die neue Lounge Objektüberwachung, die wir gründen müssen, haben wir schon eine Lounge-Leitung gefunden. Diesen Spirit müssen wir mitnehmen, die Mitglieder nehmen ihn auch mit. Das müssen wir nur noch ins Digitale übertragen, damit wir dort genauso gut mitarbeiten wie vor Ort. Ein gutes Gefühl nehme ich mit.
Roman: Vielen Dank, ich freue mich, dass wir das zusammen auf die Beine gestellt haben. Es war viel Arbeit, auch ein bisschen Angst zwischendrin — wenn man zu dritt einen Auftrag über 40.000 Euro unterschreibt und noch nicht einmal ein Konto hat. Aber das Geld ist da, die Rechnungen sind da, es passt. Wir waren happy mit der Location, und jetzt geht die Diskussion los, wo es nächstes Jahr stattfindet — fast so komplex wie die Frage nach der Hauptstadt: Karlsruhe, München, Hamburg.
Christopher: Ich würde gleich wieder Berlin vorschlagen, dann haben wir die politischen Diskussionen nicht.
Sarah: Oder wir sind einfach wieder hier, und ich muss keine neue Location finden.
Roman: Das wären Baby-Steps. Vielen Dank, ich wünsche euch eine gute Heimfahrt — wir sehen uns bald wieder, spätestens nächste Woche. Bis bald, ciao.
Häufige Fragen zu dieser Folge
Der Verein hatte zum Zeitpunkt der Aufnahme etwa 80 Mitglieder. Sarah Tax nennt als Ziel 150 Mitglieder bis Ende 2025. Für die Mitgliedergewinnung sind Marketing (Roman) und Vertrieb (Sarah) aufgeteilt, und es sollen Tools bereitgestellt werden, mit denen Mitglieder weitere Ingenieurbüros ansprechen können.
Als Richtwert wird etwa eine halbe Stunde pro Woche genannt, in der ein Thema bearbeitet wird — aufsummiert rund eineinhalb Stunden pro Monat. Sinnvoll ist, sich auf wenige interessierende Themen zu fokussieren, aktiv mitzuarbeiten und danach in die nächste Lounge zu wechseln.
Der Verein will extern und intern trennen: nach außen eine öffentliche Website (derzeit über Google Sites, da einfach zu pflegen), nach innen ein Intranet über Microsoft Teams. Eine frühere Website über einen externen Dienstleister (World of TGA) erwies sich als schwer bearbeitbar; die neue Website soll übersichtlicher werden und den Mehrwert für TGA-Planende stärker betonen.
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