Nach dem BarCamp in Berlin gibt die tgabar e.V. ein Update: Es entstehen neue Lounges — Bauüberwachung, Marketing und Vertrieb, Elektrotechnik und Prozesse —, das nächste Treffen wird im Mai 2025 als Konferenz statt BarCamp wiederholt, und über die Lounge Netzwerk ist eine Kooperation mit dem BTGA entstanden. Mitarbeit kostet etwa anderthalb Stunden pro Monat.
Inhalt des Podcasts
Was steht nach dem BarCamp gerade an der Bar an?
Roman: Herzlich willkommen in der Bar. Moin, Sören. Wir sind zu zweit und haben heute eine kleine Update-Folge am Start — wir wollen schauen, was im Verein gerade läuft.
Sören: Es läuft so viel parallel, auch durch den Drive, den wir aus dem BarCamp mitgenommen haben. Bei dir laufen viele Fäden zusammen. Und allen, die nicht beim BarCamp waren: Es war eine schlechte Entscheidung, nicht zu kommen.
Roman: Das ist die erste wichtige Information: Wir wiederholen das Ganze. Wir warten nicht ein Jahr, sondern bis Mai 2025. Stifte zücken: am 15. und 16. Mai, Donnerstag und Freitag in Berlin — gleiche Location, gleicher Moderator und vermutlich sogar der gleiche DJ. Aber es wird kein BarCamp mehr, sondern eine Konferenz. Location und Moderator behalten wir bei, aber bei den Inhalten reagieren wir angepasst auf unsere Herausforderungen.
Welche neuen Lounges sind aus dem BarCamp entstanden?
Roman: Ein tolles Ergebnis aus dem BarCamp: Es wird eine eigene Lounge Bauüberwachung geben, nur zum Thema Bauüberwachung. Sie hat ihre Arbeit bereits begonnen — ich glaube am 20.11. Sie greift zuerst das auf, was wir schon in der Weiterbildung gemacht hatten: Bauüberwachung versus Bauleitung abgrenzen, und widmet sich dann dem Thema Montageplanung.
Die zweite neu gegründete Lounge ist Marketing und Vertrieb. Sie versucht zunächst, das Marketing für die tgabar zu verbessern und die Kanäle — Newsletter, LinkedIn, Podcast — zu verknüpfen. Im zweiten Schritt, vielleicht Mitte bis Ende nächsten Jahres, soll es auch um Marketing für die einzelnen Mitglieder gehen: Wie verbessert ihr euer Marketing als Ingenieurbüro? Ich träume da vom „Bierkasten-Marketing": ein Kasten Bier, auf jeder Flasche steht hinten auf dem Etikett, was eine Lounge tut — man nimmt ihn mit ins Büro, trinkt gemütlich und stellt fest, was die Lounge Bauüberwachung macht.
Die Lounge World of TGA, die Nachwuchs gewinnen möchte — vor allem Schülerinnen und Schüler —, wird sich wahrscheinlich Richtung weitere Zielgruppen erweitern, etwa Quereinsteiger aus der Automobilbranche. Ein Unkenruf, den wir gehört haben: Der eine oder andere Motorenentwickler sagt vielleicht, Motoren kann ich konstruieren — vielleicht nicht mehr lange —, also hätte ich auch Lust, Wärmepumpen oder andere Systeme zu konstruieren.
Weitere Lounges sind in Gründung. Die Lounge Elektrotechnik wird gerade von zwei sehr interessierten Elektroplanern entwickelt, und auch das Thema Prozesse soll dazukommen.
Wie kann ich in einer Lounge mitarbeiten und wie viel Zeit kostet das?
Sören: Wie kann ich denn mitwerfen?
Roman: Wir tragen alle neuen und bestehenden Lounges mit ihren Terminen in den Kalender ein. Auf tgabar.de findet ihr die regelmäßigen Termine als Kalender für die Lounges, mit den Links zu den Online-Terminen. Bedingung ist, dass ihr euch als Mitglied registriert. Also: Werdet erstmal Mitglied, kommt in die Lounges und arbeitet aktiv mit — eure täglichen Probleme auf der Baustelle werden dort bearbeitet, gelöst und auf der Website veröffentlicht.
Ich habe die Zahl anderthalb Stunden pro Monat in den Raum geworfen — das ist ungefähr, was an echter Arbeit in den Lounges passiert. Sie treffen sich im Schnitt monatlich, etwa eine bis anderthalb Stunden, gut moderiert, damit Ergebnisse aufs Papier kommen. Umgerechnet sind das rund 20 Minuten pro Woche, ein überschaubarer Aufwand. Es ist nicht nur Aufwand, sondern auch ein Einbringen und Herausziehen von Informationen — und ein Connecten mit Personen, die die gleichen Probleme haben.
Welche Ergebnisse haben die Lounges schon veröffentlicht?
Roman: Es gibt bereits veröffentlichte Ergebnisse. Christian Herbst hat das Thema digitale Bestandsaufnahme veröffentlicht — eine Handreichung, wie man mit welcher Software und welchen Inhalten Gebäude für die TGA digital aufnimmt. Und die Lounge Ausbildung hat mit Berker und seinem Team das Onboarding von Auszubildenden veröffentlicht, ebenfalls auf der Website. Es wird also ständig etwas erarbeitet.
Sören: Die Ergebnisse landen also auf der Website?
Roman: Die Ergebnisse kommen immer auf die Website. Aber nur nachzulesen reicht nicht — entscheidend ist, mitzuarbeiten und es dann in die Nutzung zu bringen. Zum Thema Ausbildung starten wir 2025 ein Ausbildungsprogramm für Azubis und haben die Themen in der Happy-Hour-Bildung vorgestellt. Im Januar bis April führen wir die ersten drei Schulungen nur für Azubis durch — der Azubi-Knigge ist der erste Schritt: Selbstorganisation mit Outlook, oder die Frage, wie man Architektur-Pläne überhaupt liest.
Sören: Das ist nicht nur auf Azubis bezogen, sondern auch auf alle in einem Ausbildungsverhältnis, Werkstudenten und dergleichen.
Was bedeutet die Vereinsmitgliedschaft für ein ganzes Büro?
Sören: Die Vereinsmitgliedschaft betrifft ja nicht nur eine Person — oft den Geschäftsführer —, sondern bringt mehrere Kolleginnen und Kollegen mit, die an Veranstaltungen teilnehmen können.
Roman: Absolut. Bei einer vollen Mitgliedschaft für euer Unternehmen können bis zu 1000 Leute teilnehmen — so weit sind wir noch nicht, aber dahin soll es gehen. Wenn im Newsletter steht, dass sich die Lounge Bauüberwachung trifft, leitet man das an die zwei Kollegen aus der Bauüberwachung weiter. Wichtig ist, dass die Vertreter der Unternehmen wissen, an wen sie was weiterleiten. Da wollen wir mit der Lounge Marketing und Vertrieb noch besser werden.
Auch bei der Infrastruktur fahren wir nächstes Jahr ein großes Update: Wir wechseln wahrscheinlich von Google auf Microsoft und bauen ein SharePoint auf, sodass wir Informationen teils für alle verfügbar machen, einen geschlossenen Mitgliederbereich aber besser abbilden können. Wir sind gemeinnützig, wollen mittelfristig aber Informationen auch im Verein lassen, weil der Verein die Arbeit macht.
Was hat das Treffen mit dem BTGA in Berlin gebracht?
Roman: Was für einen Drive so ein BarCamp auslöst! Die Lounge Netzwerk war sehr aktiv, Lars Schumacher leitet sie. Wir hatten den ersten Termin mit dem BTGA, dem deutschen Verband für TGA — eher ausführende Firmen, einer der ältesten Vereine Deutschlands, über 100 Jahre alt. Es gibt die ITGA, den Industrieverband TGA, der sich im Bundesverband TGA bündelt. Mit dessen Vorsitzendem und einem weiteren Vorstandsmitglied haben wir uns in Berlin im Bundespressehaus getroffen und lange über Schnittstellen diskutiert — und es gibt wahnsinnig viele. Das könnte eine gute Verbindung und ein guter Sparringspartner sein. Das Thema Montageplanung und Ausführungsplanung haben wir schnell als interessantes gemeinsames Thema auserkoren — daran ist auch die Lounge Bauüberwachung schon dran. So kommen wir dazu, Lounges miteinander zu verknüpfen.
Roman: Diese Bühne geht jetzt schon los: Am 27. treten wir in Berlin beim TGA-Wirtschaftsforum auf — neben einer Teilnahme haben sich ein Vortrag und eine Podiumsdiskussion ergeben. Klara Geywitz sitzt da und hört uns zu — die Bundesbauministerin bekommt mit, dass es jetzt einen Verein für TGA-Planer gibt. Vielleicht haben wir damit unseren nächsten Podcast-Gast. Das ist eine weitere Folge von dem, was wir uns für 2025 vornehmen.
Roman: Es passiert total viel an der Bar — das war ein kurzer Überblick. Wenn ihr auf der Website fleißig bleibt und bei den Happy Hours dabei seid, kriegt ihr schnell mit, was abgeht und wie ihr die Kollegen einbezieht. Und natürlich: den Podcast hören.
Sören: Der wird sich bestimmt auch weiterentwickeln.
Roman: Aber dazu später mehr. Vielen Dank fürs Zuhören.
Häufige Fragen zu dieser Folge
Am 15. und 16. Mai 2025 in Berlin — Donnerstag und Freitag, mit gleicher Location und gleichem Moderator wie das BarCamp. Statt eines BarCamps wird es diesmal als Konferenz durchgeführt, mit inhaltlich angepasstem Format.
Neu gegründet wurden die Lounge Bauüberwachung sowie die Lounge Marketing und Vertrieb. In Gründung sind die Lounge Elektrotechnik und eine Lounge zum Thema Prozesse. Daneben bestehen weitere Lounges wie World of TGA, Ausbildung und Netzwerk.
Etwa anderthalb Stunden pro Monat — die Lounges treffen sich im Schnitt monatlich für eine bis anderthalb Stunden. Umgerechnet sind das rund 20 Minuten pro Woche. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Mitgliedschaft in der tgabar e.V.
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