Zwei Pioniere der norddeutschen TGA-Planung blicken auf knapp 50 Jahre zurück. Uwe Pinck und Peter Korff erzählen von Bürogründung, der ersten Wärmepumpe 1976, dem Sprung von der Mutterpause zu CAD und BIM. Ihre Kernbotschaft: Technik ändert sich rasant, doch eine offene Fehlerkultur, Sorgfalt im Entwurf und praktische Bauerfahrung bleiben dauerhaft entscheidend.
Inhalt des Podcasts
Wer sind die beiden Gäste an der Bar?
Roman: Herzlich willkommen an der TGA-Bar. Sören, es ist schon spät heute.
Sören: Genau, aber wir haben dafür besondere Gäste mitgebracht. Zwei ganz besondere Gäste, in der Form auch noch nie an einer Bar zusammen gewesen.
Roman: Wollt ihr euch vorstellen? Ich bin heilfroh, dass ihr hier seid. Das ist wirklich für mich ein ganz besonderer Moment. Uwe, möchtest du anfangen?
Uwe: Peter hat die Seniorität.
Peter: Ja gut, fange ich mal an. Mein Name ist Peter Korff. Ich war mit meinem Freund 1976 in der Lage, ein Juniorenbüro in Hamburg zu gründen. Das ist uns ganz gut gelungen, wir haben mannigfaltige Hilfe bekommen. Und ich bin immer noch tätig, weil es mir immer noch Spaß bringt.
Roman: Das ist wichtig zu sagen. Damit ist das Thema der Folge auch eingeleitet: Wie hat alles begonnen und wie könnte es weitergehen? Uwe.
Uwe: Erstmal vielen herzlichen Dank, dass ich hier an der Bar Platz nehmen darf. Mein Name ist Uwe Pinck. Ich führe ein Ingenieurunternehmen in zweiter Generation, jetzt im Übergang zur dritten. Mein Vater hat das Ingenieurbüro für Bühnen- und Theatertechnik Hans Pinck 1956 gegründet — wie damals üblich im Wohnzimmer, während meine Schwester und ich im Kinderzimmer waren. Ich selbst bin nach meinem Studium 1986 in das Büro eingetreten und habe drei Jahre später Gesellschaftsanteile übernommen und bin in die Geschäftsführung eingetreten. Heute sind wir ein Ingenieurbüro für die gesamte technische Gebäudeausrüstung, bearbeiten alle Gewerke und Anlagengruppen der HOAI, sind knapp 120 Mitarbeitende an zwei Standorten in Hamburg und betreuen Kunden bundesweit, insbesondere aber in Norddeutschland.
Roman: Wir sind so ein bisschen norddeutsche Clique hier. Wir versuchen aber, etwas für ganz Deutschland zu machen — auch die Bayern dürfen bitte zuhören.
Peter: Wir waren ein richtiges Start-up, so wie man das 1976 noch nicht genannt hat.
Wie hat sich die Gründungszeit angefühlt?
Roman: Was vermisst du von damals, von der Anfangsphase?
Peter: Wir hatten von vornherein ein Büro, in der Nähe eines Energieversorgungsunternehmens, weil wir dort zusammenarbeiten durften. In der ersten Woche hatten wir wenig zu tun — und diese Woche fehlt uns heute immer noch, wir werden nie rechtzeitig fertig. Wir haben aus dem Fenster geguckt und gedacht: Was kommt da auf uns zu?
Roman: Du hast 1976 die erste Wärmepumpe geplant. Das war damals eine neue Technologie.
Peter: In den 70er Jahren gab es die Energiekrise, und die Energieversorger wollten ein Gegenmittel haben. Das ist die Wärmepumpe, sprich die umgekehrte Kälteanlage. Wir haben in Hamburg Versuchsanlagen gebaut: Wasser-Wasser-Wärmepumpen, Luft-Wasser-Wärmepumpen, Fassadenkühlung, bei der wir die Fassade abgekühlt und die Wärme genutzt haben, um Sportstätten zu heizen. Eine interessante Zeit — wir durften probieren, hatten nicht überall vollen Erfolg, aber wir haben daran gelernt.
Roman: Jetzt sind wir 48 Jahre später, und es wird über Wärmepumpen geredet, als sei das ein Hexenwerk.
Peter: Wir alle haben eine Wärmepumpe zu Hause. Der Kühlschrank ist nichts anderes als eine Wärmepumpe. Wenn man hinter den Kühlschrank greift, ist es warm — und wir tun nur Milch und Butter rein.
Roman: Unser Senior hat die erste Wärmepumpe sogar durch eine Windkraftanlage betrieben, zusammen mit Enercon. Das gab es alles schon, das ist nicht neu, das kommt jetzt wieder.
Wie gelang Uwe Pinck der Einstieg in die TGA-Gewerke?
Roman: Wie schwer fiel der Umstieg von der reinen Elektro- und Bühnenplanung hin zu Heizung, Kälte und den übrigen Gewerken?
Uwe: Ich habe an der TU Berlin Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Elektrotechnik studiert. Ich habe strategisch überlegt, mit welchen Personen wir die neuen Gewerke — Sanitär, Heizung, Kältetechnik, MSR-Technik — ins Büro integrieren können, sodass wir beim Kunden glaubwürdig mit Fachkompetenz ausgestattet sind. Die Aufzugstechnik konnten wir selbst besetzen, weil wir in der Bühnen- und Aufzugsanlagentechnik zu Hause waren. Ich habe einen Kollegen angesprochen, ob er Partner werden möchte — nach einer Planungsbesprechung, im Aufzug beim Kunden.
Roman: Das ist ein Elevator-Pitch.
Uwe: Ich traf genau den Zeitpunkt, an dem er über persönliche Veränderungen nachdachte. Drei Wochen später haben wir uns den Gesellschaftsvertrag angeschaut. Er hat dann fünf Jahre als Gesellschafter und Prokurist die Verantwortung für den Aufbau der Abteilung Heizung, Lüftung, Kälte und MSR-Technik übernommen. Das war eine sehr gute Entscheidung, weil dort glaubwürdig jemand mit Reputation saß, der diese Dinge richtig planen, ausschreiben, überwachen und abnehmen konnte.
Roman: Eine ähnliche Erfahrung habe ich gemacht: Ein Projektleiter, der viele Nachträge geschrieben hat, hatte große Lust, eine ganze Abteilung aufzubauen. In der richtigen Rolle wächst ein Mensch mit Praxiserfahrung über sich hinaus.
Peter: Natürlich. Wir sind parallel zum Büro Pinck als Start-up aufgewachsen und haben in Hamburg eine Menge Runden gedreht. Eines Tages gab es eine Art Ehescheidung vom Partner, dann hieß das Büro nicht mehr Falkenholz-Korff, sondern Planerwerft, um den Werftcharakter hervorzuheben. Schließlich sind wir mit einem Braunschweiger Büro zusammengewachsen, M&P, das in Hamburg eine eigene Gesellschaft gegründet hat, an der mein Sohn als Geschäftsführer und ich beteiligt sind. Dort machen wir das volle Programm, noch stärker bezogen auf die Digitalisierung.
Wie kam die Digitalisierung ins Planungsbüro?
Roman: Ihr habt beide Anfang der 90er das Thema CAD übernommen. Es gab da so ein Gerät, über das ihr euch lustig gemacht habt.
Uwe: Der Rapidograph.
Peter: Dazu gehört eine Kassette mit kleinen Stiften unterschiedlicher Schriftstärke und Farbe. Ein Computerarm greift den Stift, setzt ihn aufs Blatt und macht einen Kreis, verschwindet wieder, nimmt den zweiten, macht einen Strich. Nach zwei Stunden ist plötzlich ein Plan fertig. Das ganze Büro stand drum herum und hat geguckt, was dieser arme Kerl da macht.
Roman: Hattet ihr dieses Gerät auch, Uwe?
Uwe: Ja, wir haben auch mit dem Rapidographen angefangen. Die Stifte wurden in einen Griffel eingespannt, und er hat sehr sauber geschrieben — das war nicht mehr die Schablone, die immer verrutscht ist. Es war noch Tinte, aber das erste Gerät, das elektronisch dokumentieren und schreiben konnte. Elektrosymbole gingen, ein Heizungsrohr konnte es noch nicht zeichnen.
Uwe: Die Voraussetzung für die elektronische Tätigkeit am Arbeitsplatz war, die Hemmschwelle vor dem Computer zu überwinden. Ich hatte bei einem amerikanischen Konzern mit Lotus 1-2-3 gearbeitet und mir sofort einen Rechner gekauft. Außer der Sekretärin mit Schreibautomat gab es keine elektronische Arbeit. Also habe ich eine Tastatur an den Bildschirm gestellt und ein Flipper-Programm aufgespielt, das man mit Enter- und Shift-Taste bedient. Die Leute haben in der Mittagspause geflippert — drei von ihnen hatten drei Monate später einen PC. So nimmt man die Hemmschwelle vor der Tastatur.
Roman: Mein Vater hat Ende der 70er 500.000 DM dafür bekommen, dass er den ersten CAD-fähigen Computer mit CAD-Programm für ein Ingenieur- und Architekturbüro aus Darmstadt verkauft hat. Diese halbe Million muss man erst wieder reinholen.
Uwe: Die IT ist einer der größten Investitionsbereiche in unseren Ingenieurunternehmen, auch heute noch, und unterliegt ständiger Innovation. Sie ist für mich nicht alternativ — wir müssen mit diesen Werkzeugen gehen, weil unsere Planungspartner ähnlich arbeiten. Nicht alles ist richtiger, nur weil wir mit dem Computer arbeiten, aber die Leistungen sind zunehmend integriert, transparenter und austauschbar, lassen sich mit Prüfalgorithmen hinterlegen, um Kollisionen festzustellen. Der moderne Arbeitsplatz ist ohne Computer nicht attraktiv — bis zu drei Bildschirme decken verschiedene Programmbereiche ab. Das ist eine ganz andere Situation als vor 30, 35 Jahren.
Wie entstanden Leistungsverzeichnisse vor der Software?
Sören: Bezüglich der Leistungsverzeichnisse hat man die früher ein Stück weit manuell zusammengefasst, bevor man sie am Computer hatte — schreibmaschinengestützt, einzelne Elemente zusammengeschnitten und wieder zusammenkopiert. Heute relativ abenteuerlich, aber man musste effektiv arbeiten und trotzdem ein Ergebnis produzieren.
Uwe: Die Texte waren als Vorlage vorhanden, wurden aber bei jedem Leistungsverzeichnis auf Papier zusammengeschnitten und von der Sekretärin wieder abgeschrieben. Heute sind das Dateien im Speichersystem. Damals war das ein gewaltiger Sekretariatsaufwand, um ein Leistungsverzeichnis fertigzustellen.
Peter: Es startete anders: Der Architekt zeichnete etwas auf ein Transparent, davon machte man sogenannte Mutterpausen mit rückwärtiger Beschichtung. Auf der Mutterpause zeichnete man die Technik ein. Wenn der Architekt etwas veränderte, bekamen wir ein Deckblatt und mussten unsere Striche wegkratzen — so lange, bis die Mutterpause durchgekratzt war. Der Architekt hatte also Interesse daran, nicht so viel zu verändern. Heute fällt ihm ein, alle rechten Türen werden linke Türen, und Uwe als Elektriker muss den Schalter auf die andere Seite bringen. Das Änderungsverhalten ist heute viel explosiver als damals.
Führt das eine zentrale Gebäudemodell zu besserer Planung?
Roman: Seht ihr als nächsten evolutionären Schritt, dass es nur noch ein Gebäudemodell in der Cloud gibt, in das alle hineinarbeiten und jeder merkt, wenn etwas geändert wird?
Peter: Das ist der Fortschritt, das ist klar. Aber Fortschritt heißt nicht, dass man unsorgfältig damit umgehen sollte. Ich erwarte von meinem Vorgänger, dem Architekten, der mir das Modell gibt, eine Sorgfalt: Er sollte überlegen, wie die Fassade aussieht, damit wir nicht Klemmstellen oder falsche Geschosshöhen bekommen oder einen Unterzug, den wir nicht durchdringen dürfen, sodass die Deckenhöhen nicht einzuhalten sind. Diese Sorgfalt erwarte ich von allen am Projekt Beteiligten — dann ist es ein Segen.
Roman: Wir sehen immer mehr, dass der Entwurf für uns die zentrale Leistungsphase ist. Da müssen wir Qualität liefern und auch fordern: einen Deckenspiegel, geprüfte Durchbrüche. Hat die Mutterpause damals die Änderungsbereitschaft im Entwurf reduziert?
Uwe: Die Änderungsbereitschaft ist nach wie vor da, das ist im Planungsprozess nicht unüblich. Es hängt stark vom Verhalten des Bauherrn ab — bei einer Nutzungsänderung lässt sich das nicht vermeiden — und vom Selbstverständnis des Architekten, ob er seine Planung so stringent führt, dass sie werthaltig in die Leistungsphase 5 übertragen werden kann. Die Aufwendungen in Leistungsphase 3 halten wir in der TGA für existenziell. Bei uns werden sämtliche Systeme vordimensioniert und die CAD-Planung durchgeführt. Manche Kunden honorieren das als vorgezogene Leistung schon in Phase 3 mit 4 von 100 Prozent. Das hat sich bewährt, weil dann alle im Boot sitzen — Tragwerk, Architekt und wir — um die 5 relativ schlank zu machen. Die schlimmsten Änderungen sind die, die wir selbst verursachen: eine Anlage nicht richtig dimensioniert, einen Querschnitt falsch ausgelegt, und schon ändert sich die Trassenführung. Auch wir müssen uns in Leistungsphase 3 zwingen, die technischen Systemlösungen so durchzuarbeiten, dass sie baubar sind.
Warum ist Fehlerkultur wichtiger als jedes Werkzeug?
Roman: Hat sich der Umgang mit Fehlern verändert, Peter?
Peter: Wir haben im Büro alte Pläne herausgeholt und gefragt, wie die damals in den einzelnen Phasen aussahen — und es wurden die gleichen Fehler gemacht. Das zieht sich durch. Der größte Fehler ist, die Fehler nicht zu benennen. Jeder hat Verständnis dafür, dass wir Menschen Fehler machen; wenn man damit umgeht, funktioniert das sehr gut.
Uwe: Das halte ich für einen sehr wichtigen Punkt. Die Fehlerkultur muss ausgeprägt sein — bei der internen Leistungskontrolle und im Umgang mit Fehlern Dritter, die man nicht als Vorhaltung, sondern als Chance versteht, das Produkt besser zu machen. Sonst leiden auch die ausführenden Firmen darunter: Doppelarbeit, Stundenzettel, ein teurerer Bauprozess. Die Fehlerkultur muss verbreitet sein, und das hat sich überhaupt nicht geändert. CAD löst dieses Problem nicht.
Roman: Und das BIM-Modell auch nicht. Ich habe in meinem Studium das Thema Störungsmanagement bearbeitet — bei Miele, Blohm+Voss und Airbus — und gefragt, wie Fehler in der Produktion und Produktentwicklung vermieden werden. In anderen Branchen gibt es einen standardisierten Prozess, um aus Fehlern im Bau zu lernen. Bei uns ist jedes Produkt eine komplette Einzelanfertigung. Mein Büro hat diesen standardisierten Prozess noch nicht, der Bauüberwachung erkannte Fehler stringent an die Fachplaner zurückgibt. Klappt das bei euch?
Uwe: Das hat mit der heutigen Ausbildung zu tun. Als ich anfing, haben wir Fachingenieure eingestellt, die von der Fachhochschule kamen und vorher eine handwerkliche Lehre gemacht hatten — Klempner, Elektriker, Sanitär, Heizungsbauer, über zweieinhalb bis dreieinhalb Jahre — und dann mit praktischer Baustellenerfahrung in den Planungsprozess gingen. Wir haben jetzt seit langem mal wieder einen dualen Studenten, der eine praktische Ausbildung gemacht hat und an der HAW seinen Bachelor begonnen hat. Aber die praktische Erfahrung einer Lehre ist bei Berufsanfängern heute ganz selten anzutreffen.
Sören: Da hast du automatisch den Übergang von den Fehlern, die im Bau gemacht und selbst ausgebadet wurden, in die Planung.
Peter: Wenn man sich vorstellt, dass man in einem Schacht nicht nur Rohrleitungen, sondern große Kanäle einbauen und vielleicht über Kopf schweißen muss, dann weiß man, wie schwierig das ist — am besten, wenn einem die Schweißperlen mal hinten in den Kragen gerutscht sind. Das ist teilweise nicht ausreichend an den Architekten übertragen worden, der sagt: Mach doch anständige Schächte, größer, begehbar. Das ist für das technische Gesamtbild des Gebäudes wichtig.
Roman: Es gibt Gebäude, die so intelligent geplant wurden — als Beispiel das Chilehaus, um 1910 gebaut. Da gab es so viel Platz in allen Versorgungsschächten, dass man die kurzlebige TGA im Verhältnis zum langlebigen Gebäude alle 20, 30, 40 Jahre austauschen kann. Das Gebäude steht seit 120 Jahren und ist denkmalgeschützt — eine intelligente Planung des Architekten für eine gute TGA, die über 120 Jahre Wert geschaffen hat.
Roman: Wir haben mit unserer ersten Folge schon ein gutes Spektrum aufgemacht. Vielen Dank — ich habe etwas gelernt zum Thema Fehler, Fehlerkultur und IT. Und wie hieß das Gerät nochmal? Der Rapidograph, der erste KUKA. Vielen Dank euch Dreien, wir sprechen uns gleich wieder.
Häufige Fragen zu dieser Folge
Peter Korff plante 1976 die erste Wärmepumpe. In den 70er Jahren wollten die Energieversorger wegen der Energiekrise ein Gegenmittel haben — die Wärmepumpe als umgekehrte Kälteanlage. In Hamburg wurden Versuchsanlagen gebaut: Wasser-Wasser- und Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie Fassadenkühlung, deren Wärme zum Heizen von Sportstätten genutzt wurde.
Der Rapidograph. Stifte unterschiedlicher Schriftstärke und Farbe wurden in einen Griffel eingespannt, und ein Computerarm setzte sie aufs Blatt, um Pläne sauber zu zeichnen. Es war noch Tinte, aber das erste Gerät, das elektronisch dokumentieren und schreiben konnte. Elektrosymbole gingen, ein Heizungsrohr konnte es noch nicht zeichnen.
Die Texte lagen als Vorlage vor, wurden aber bei jedem Leistungsverzeichnis auf Papier zusammengeschnitten und von der Sekretärin wieder abgeschrieben. Das war ein gewaltiger Sekretariatsaufwand. Heute sind es Dateien im Speichersystem.
Die Aufwendungen in Leistungsphase 3 gelten als existenziell: Sämtliche Systeme werden vordimensioniert und die CAD-Planung durchgeführt. Manche Kunden honorieren das als vorgezogene Leistung schon in Phase 3 mit 4 von 100 Prozent. So sitzen Tragwerk, Architekt und TGA-Planer früh im Boot und können die Leistungsphase 5 schlank halten.
Sie ist entscheidend und hat sich über die Jahrzehnte nicht geändert — weder CAD noch das BIM-Modell lösen das Problem. Der größte Fehler ist, Fehler nicht zu benennen. Eine ausgeprägte Fehlerkultur betrifft die interne Leistungskontrolle ebenso wie den Umgang mit Fehlern Dritter, die als Chance zur Verbesserung und nicht als Vorhaltung verstanden werden sollten. Sonst entstehen Doppelarbeit und ein teurerer Bauprozess.
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