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Folge #350 · Ausblick

2026 - der Plan

Fr., 19. Dezember · Hosts: Roman Fritsches, Sören Janson

In dieser Ausblicks-Folge stellt die tgabar ihren Plan für 2026 vor: sieben Themenblöcke, allen voran eine Einzelfolgen-Reihe zu den besonderen Leistungen aus AHO Heft 6, dazu IPA und Lean, Karrierewege für Studierende der TGA, Planen als Prozess, Rollen und Verantwortung, die Konferenz in Heidelberg sowie Bauüberwachung und Kapazitätsplanung.

Inhalt des Podcasts

Was ist der Plan der tgabar für 2026?

Roman: Herzlich willkommen an der TGA-Bar.

Sören: Heute geht es um 2026 — der Plan.

Roman: Immerhin können wir behaupten, wir haben einen Plan. Ich habe uns vorgenommen, nächstes Jahr noch strukturierter, weniger spontan und stark zusammenhängende Themen für euch aufzubereiten, die euch wirklich weiterbringen.

Sören: Und damit wollen wir uns heute auch in die Winterpause verabschieden — mit Vorfreude aufs neue Jahr.

Roman: Wir machen mal eine kleine Winterpause: Am 26. Dezember und am 2. Januar werden keine Folgen erscheinen. Hört in der Zeit gern mal etwas anderes. Mir ist noch ein Gedanke gekommen: Wir könnten einen zweiten Podcast machen — Belangloses aus der Baubranche, zum Einschlafen. Denn ich habe von mehreren Leuten gehört, dass sie Podcasts zum Einschlafen hören. Unser Podcast eignet sich dafür nicht — man muss sich konzentrieren und richtig zuhören. Aber das lassen wir; wir machen lieber Inhalte.

Welche Themenblöcke nimmt sich die tgabar 2026 vor?

Sören: Wo soll es sich thematisch hinbewegen in 2026?

Roman: Wir haben einen Haufen Themen gesammelt — sieben Themenblöcke. Der erste ist mir eine große Herzensangelegenheit.

Was plant die tgabar zu den besonderen Leistungen nach AHO Heft 6?

Roman: Der Verein tgabar e.V. ist mit vier Personen im AHO vertreten — also im Lobby-Verband für Ingenieure, Ingenieurinnen und Architekten — und schreibt dort jetzt das Heft 6 neu. Heft 6 sind die besonderen Leistungen bei der Planung von TGA, also Anlagen der technischen Ausrüstung. Das sind ungefähr 66 oder 67 Stück. Die werden mit der Kommission hart überarbeitet. Diese vier Personen von tgabar e.V. — Mirjam Borowietz, Claudia Döring, Thomas Räuber und ich — sitzen regelmäßig zusammen und überarbeiten Heft 6. Wir haben uns vorgenommen, von diesen 66 Leistungen mindestens 30 in einzelnen Folgen für euch zu diskutieren und vorzustellen.

Sören: Ein straffes Programm, das aber gut zum Ausklang dieses Jahres passt, in dem wir uns viel über Leistungen ausgetauscht haben — was überhaupt erbracht werden muss und was man macht, ohne zu wissen, dass man es womöglich auch vergütet bekommt. Es soll der Versuch sein, uns gegenseitig weiter für das Thema besondere Leistungen zu sensibilisieren — und zu schauen, wo man den einen oder anderen Euro mitverdienen kann.

Roman: In der Praxis sitze ich häufig vor Angeboten oder Ausschreibungen und soll Preise für besondere Leistungen eintragen. Dann sitzt man da und denkt: Wo stand das nochmal im Heft, was steckt dahinter? Die Idee ist, dass wir diese Folgen genauso benennen wie die besonderen Leistungen und auf einer eigenen Playlist einstellen. Während ihr ein Angebot kalkuliert, könnt ihr dann kurz diese etwa sechs Minuten lange Folge hören.

Sören: Und gleich Best Practice mitnehmen, was man beachten sollte.

Roman: Genau, direkte Schützenhilfe bei der Angebotserstellung. Das ist etwas, das ich mir schon lange wünschte — mit Lars Schumacher hatte ich dazu auch schon mal gepodcastet. Das stellen wir auf tgabar.de ein, das erzeugt auch mehr Zulauf auf die Website. Zusätzlich bringen wir zwei weitere Themen mit: einmal Heft 34 — die besonderen Leistungen der Architektur, Objektplanung Gebäude und Innenräume. Da sind Leistungen drin, die wir genauso anbieten können; das wusste ich vorher nicht, das habe ich erst in der Kommission gelernt. Und dann die neue HOAI, die neue und veränderte besondere Leistungen mitbringt. Auch das schauen wir uns an und verknüpfen es in den Folgen.

Sören: Damit ihr euch nicht wundert: Es gibt bereits einen Schlussbericht zur HOAI, und der ist einsehbar.

Roman: Der Schlussbericht ist einsehbar; wir machen ihn auf und gucken rein, was sonst wohl niemand tun würde. Wir verbinden das dann mit den besonderen Leistungen, die wir einzeln vorstellen. Freut euch aufs neue Jahr — es gibt vergütungsrelevante Einzelfolgen.

Wie wollen Roman und Sören IPA und Lean vertiefen?

Roman: Lean, IPA und Agile haben wir dieses Jahr schon ein paar Mal besprochen.

Sören: Da wollen wir nochmal tiefer einsteigen.

Roman: Was noch nicht richtig in der Tiefe bearbeitet wurde, ist IPA und die Projektabwicklungsformen. Da hat sich eine ganze Welt aufgetan — mit dem GLCI, das das mit dem IPA-Institut verbindet. Wir werden mit einigen Interviews tiefer einsteigen und die IPA-Welt als neue Projektabwicklungsform ergründen, aber auch kritisch betrachten — etwa die Frage der Co-Location, wenn alle für ihr Projekt in einem Raum sitzen: Wie realistisch ist das für uns TGA-Planende? Wir wollen den Hype ein bisschen auf den Boden zurückholen und fragen, was dahintersteckt: Was heißt das für mich, wie viele Leute schicke ich ins Projektbüro, wie funktioniert der Bewerbungsprozess, was heißt IPA-ready und wen schicke ich da eigentlich? Dazu haben wir schon einige Interviewpartner im Blick.

Welche Pläne gibt es für Studierende und Karrierewege in der TGA?

Sören: Wir wollen uns auch an die zukünftigen Generationen der Fachplanenden richten.

Roman: Studierende zunächst — vielleicht sollten wir auch Azubis oder Systemplanende mit aufnehmen. Einige unserer Hörerinnen und Hörer haben sich zum Teil aufgrund dieses Podcasts für das Studium der Technischen Ausrüstung entschieden.

Sören: Als ich das gehört habe, dachte ich, das kann nicht wahr sein. Aber es soll so etwas geben.

Roman: Menschen entscheiden sich wegen eines Podcasts für ein Studium — das finde ich stark. Wir werden uns mit den Studierenden treffen und mit ihnen Folgen aufnehmen. Und wir probieren am 26. Januar unseren ersten Videopodcast aus; ich habe dafür schon viel Ausrüstung gekauft — Lichttechnik, Kamera, Stative.

Sören: Wir könnten auch über die Wege in die TGA-Planung sprechen — welche Möglichkeiten es gibt, wenn jemand noch vor der Frage steht, was er in der TGA-Planung machen möchte.

Roman: Es gibt die Projektleitung, die Fachkoordination, die Bauüberwachung und natürlich die Fachplanung mit verschiedenen Abstufungen. Karrierewege in der TGA-Planung hatten wir uns auch vorgenommen — eine wichtige Zielgruppe, die wir interviewen und einbinden wollen.

Was bedeuten Planen als Prozess sowie Rollen und Verantwortung?

Roman: Dann hast du noch ein wichtiges Thema eingebracht, das dir am Herzen liegt: Planen und Bauen als Prozess.

Sören: Da wollen wir schauen, was weitergeht — auch beim Thema Digitalisierung, wo es Hindernisse und Herausforderungen gibt. Wir wollen den Prozess stärker in den Fokus rücken und versuchen, Planung mehr als Produkt zu verstehen, es zu vereinheitlichen und für alle transparent zu gestalten.

Roman: Ein bisschen produktiver werden. Und dann geht es ins Eingemachte: das Thema Rollen und Verantwortung. Ausgangspunkt ist, dass man einen Arbeitsvertrag auch wie einen Ingenieurvertrag behandeln kann — wenn es Änderungen gibt, ist das eine Art Änderungsmanagement im Arbeitsvertrag. Ich glaube, wenn wir unsere Rollen besser beschreiben und klarer bleiben, haben wir alle weniger Stress.

Sören: Man sollte schauen, ob es nur den einen, singulären Weg durch den beruflichen Werdegang gibt oder ob man eher Bausteine konzeptmäßig durchläuft, die sich aus eigenem oder fremdem Antrieb ändern können. Man muss nicht an den klassischen Wege- und Rollenbezeichnungen festhalten.

Roman: Total. Spannend ist der Begriff Karrieregitter, den ich gelernt habe — statt Karriereleiter. Ich muss nicht nur auf- oder absteigen, sondern kann mich von links und rechts weiterbewegen. Bei einer Leiter geht es nur hoch oder runter; wenn man aber ein offeneres System ohne starre Hierarchie hat — wie die meisten Büros — kann man ein Gitter beschreiten: von der Fachplanung zur Projektleitung, zur Bauüberwachung, Richtung Geschäftsführung oder Personal. Diese Karrieregitter wollen wir besprechen und im Arbeitsvertrag abbilden.

Welche Highlights und Dauerbrenner stehen 2026 an?

Sören: Highlights.

Roman: Die Highlights — nicht Classics, sondern Highlights. Zunächst die Konferenz von tgabar e.V. 2026 am 21. und 22. Mai, diesmal in Heidelberg, gut aus Hamburg mit dem Zug zu erreichen.

Sören: Also dick im Kalender markieren — alle, die schon Mitglied sind und die, die es werden wollen.

Roman: Unbedingt. Ihr könnt bis zu zwei Personen aus eurem Ingenieurbüro schicken. Wir versuchen vielleicht nochmal die Mann-Frau-Policy nach vorne zu bringen, um die Frauenquote auf der Konferenz zu erhöhen. Dort werden wir Interviews führen und daraus wieder einige spannende Folgen gewinnen. Dann kommen die All-Time-Classics: Du hast festgestellt, dass das Thema Bauüberwachung ein ganz großes ist und bleibt.

Sören: Genau, es kommt sehr gut an — die Leute hören diese Folgen fleißig. Da geben wir nochmal neue Impulse, durch Interviews oder einen Themenschwerpunkt. Ebenfalls gern gehört, weil komplex und sich stetig wiederholend, ist die Kapazitätsplanung. Auch da schauen wir, wo wir neue Ideen einbringen können, um das künftig leichter und transparenter zu gestalten.

Roman: Das ist ein so komplexes Thema, dass es nicht einfach lösbar ist. Wir zeigen ein paar Tools und Werkzeugmethoden und fragen uns, wie wir da endlich weiterkommen, damit alle zufriedener werden. Das war 2026 — der Plan. Wir danken euch sehr fürs Zuhören und Dranbleiben, für die 1.200 Follower und 80.000 heruntergeladenen Folgen. Wenn ihr Themen habt, die ihr 2026 oder 2027 gehört haben wollt, schreibt uns an roman@tgabar.de oder soeren@tgabar.de. Der Plan steht erstmal, ist aber noch anpassbar. In diesem Sinne: guten Jahresabschluss, kommt gut rein, wir hören uns wieder am 9. Januar.

Sören: Bis dahin, alles Gute euch.

Häufige Fragen zu dieser Folge

Sieben Blöcke: die besonderen Leistungen nach AHO Heft 6 (ergänzt um Heft 34 und die neue HOAI), IPA und Lean mit dem GLCI und Gästen, Studierende und Karrierewege in der TGA, Planen und Bauen als Prozess, Rollen und Verantwortung, die tgabar-Konferenz in Heidelberg sowie die Dauerbrenner Bauüberwachung und Kapazitätsplanung.

AHO Heft 6 beschreibt die besonderen Leistungen bei der Planung der Technischen Gebäudeausrüstung — rund 66 bis 67 Stück. Vier Mitglieder der tgabar e.V. überarbeiten es in der AHO-Kommission und wollen mindestens 30 dieser Leistungen in einzelnen, je etwa sechsminütigen Folgen vorstellen, abrufbar als eigene Playlist als Schützenhilfe bei der Angebotserstellung.

Die Konferenz von tgabar e.V. findet am 21. und 22. Mai 2026 in Heidelberg statt. Ingenieurbüros können bis zu zwei Personen schicken.

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