Mit dem Staffelfinale beenden Roman und Sören die zweite Staffel der tgabar-Bargespräche und blicken auf 2024 zurück: Die zweite Staffel umfasste 62 Folgen und begleitete die Vereinsgründung. Für die dritte Staffel 2025 nehmen sich die beiden mehr Technikthemen vor — etwa Schallschutz, Projektsteuerung, KI, Ausbildung, Klimaresilienz, BIM und kreislaufgerechtes Bauen.
Inhalt des Podcasts
Wie endet die zweite Staffel der tgabar-Bargespräche?
Sören: Prost, Roman! So schnell ist es um, ne?
Roman: So schnell ist es um, das Jahr. Die letzte Folge der zweiten Staffel ist heute am Start.
Sören: Genau. Und wir haben gedacht, weil Weihnachten ist, machen wir ein weihnachtsadäquates Intro.
Roman: Auf jeden Fall. Ich hatte auch noch ein Glas Rotwein, das wir öffnen können — das machen wir dann am Schluss nochmal. Sören, wir haben dieses Jahr ziemlich viel geschafft: 62 Folgen, das ist die 62. Und wir haben beschlossen, damit die zweite Staffel zu beenden — ein großes Staffelfinale. Rückblick auf das Jahr 24 und Ausblick auf das Jahr 25.
Was ist in der ersten und zweiten Staffel passiert?
Roman: Nochmal weiter zurückgeguckt: Die erste Staffel hatte exakt 100 Folgen. Fast zwei Jahre haben wir über dies und das gequatscht, nicht immer ganz zusammenhängend. Mal gab es acht Folgen zum Thema BIM, dann wieder ein paar zum kreislaufgerechten Bauen. In der zweiten Staffel haben wir zehn mitstreitende Vereine mitgegründet — auch den ersten Verein für TGA-Planende. Im nächsten Jahr versuchen wir, Klara Geywitz einzuladen, wenn die dann überhaupt noch Bauministerin ist.
Sören: Oder stellvertretend dann.
Worauf konzentriert sich die dritte Staffel?
Roman: In der zweiten Staffel haben wir den Verein ziemlich gut begleitet und diverse Themen herausgezogen, aber auch frei davon eigene Themen nach vorne gebracht. In der dritten Staffel haben wir uns vorgenommen: Wir wollen auch über Technik sprechen. Das war eine klare Entscheidung. Wir haben euch bei LinkedIn gefragt und fragen euch jetzt wieder: Welche Themen gibt es, die ihr technisch besprochen haben wollt, die ihr im Podcast hören wollt — damit wir uns aufschlauen und die passenden Interviewpartner finden.
Welche Themen kamen 2024 besonders gut an?
Sören: Wir haben auch ein bisschen Analyse gemacht. Was uns mega freut, ist das Experiment mit Gästen: Wie laufen Gespräche, wie ist die Dynamik? Das kommt total gut an. Da können wir fachspezifische Themen ausbauen — etwa Schallschutz, oder vielleicht finden wir einen Architekten, jemanden, der den Beruf des Architekten ausübt, an die Bar zu kriegen. Wir hatten tolle Gespräche und tolle Gäste. Starkes Interesse hatte auch das ganze Thema Bauüberwachung, wo wir mit Schulungen aus dem Verein heraus viele mitgenommen haben — ein immer wiederkehrendes Thema, weil mit jedem neuen Projekt neuer Stress auf der Baustelle aufkommt.
Roman: Ich würde mich gerne weiter dem Thema Projektsteuerung widmen — bekannter machen, was Projektsteuerer in den verschiedenen Leistungsphasen eigentlich machen sollten und wie uns das helfen kann. Niemand weiß zum Beispiel, dass ein Projektsteuerer die Bemusterungsplanung vornehmen, also Bemusterung planen soll — das hat gefühlt noch nie einer gemacht. Schallschutz hatten wir schon, Bauüberwachung kam gut an. Was kam noch an Folgen, was hat besonders viel Resonanz erzeugt?
Sören: Das ganze Thema Kapazitätenplanung. Da haben wir gerade zum Jahresende nochmal öfter mit Sven darüber gesprochen — du hast ihn ja wieder sehr blumig umschrieben, dass das der Heilige Gral ist. Ich glaube, da bietet uns die Softwareseite im neuen Jahr neue Lösungen, wenn die Entwicklung im aktuellen Tempo weitergeht. Und ein Thema, das echt cool war, ist KI.
Wie geht es 2025 mit KI, Ausbildung und der nächsten Generation weiter?
Roman: Das KI-Update ist auf jeden Fall gesetzt, weil wir sehr viele Zuhörer beim Thema KI hatten — echte Systeme im Review. Wir haben fast eine kleine Testfolge gemacht: Welche Systeme gibt es und wie kann ich sie einsetzen? Sven ist schon dran und beschäftigt sich mit weiteren.
Sören: Da kommen viele Fragen — nicht mehr zur KI als solcher, weil die kann ich an unterschiedlichen Stellen einsetzen, sondern: Wie gehe ich im Unternehmen damit um? Muss ich unter jede E-Mail oder jeden Bericht künftig schreiben, dass er teilweise KI-gestützt ist? Welche Pflichten habe ich bei der Nutzung?
Roman: Ich würde mich auch gerne mit dem Thema Ausbildung beschäftigen — unsere Systemplanenden und deren Ausbildung vertiefen. Da haben wir jetzt viel am Start und wollen einige Weiterbildungen machen. Das würde ich gerne mit dem einen oder anderen Ausbilder im Unternehmen besprechen.
Sören: Wenn ich in unsere eigenen Geschichtsbücher gucke, ist die nächste Generation TGA-Fachplanender in unterschiedlichen Rollen gar nicht so oft zu Wort gekommen. Wir hatten ein, zwei Interviews mit jungen Ingenieuren. Das passt gut ins Fortbildungsprogramm, das wir zum ersten Quartal nächsten Jahres für die Azubis starten.
Roman: Ich muss ergänzen: Es gibt einen fast so guten Podcast wie unseren — den World of TGA Podcast. Da habe ich sechs Interviews geführt: mit Azubis der Systemplanung, Werkstudierenden und Meistern. Vielleicht nehmen wir die und gucken ein Jahr später, wie es aussieht. Die Zielgruppe sind vor allem Schülerinnen und Schüler, die sich fragen, was ein TGA ist, oder Studierende. Einfach „World of TGA" bei Spotify suchen — sechs Interviews, mit einem etwas poppigeren Intro, weniger jazzy als bei uns.
Welche weiteren Technikthemen sind für 2025 geplant?
Roman: Ein Thema, das ich noch machen möchte, ist Klimaresilienz — die Frage, wie wir Gebäude resilienter bauen können.
Sören: Das spielt mit dem Thema Technik zusammen, über das wir letzte Folge gebrainstormt haben: Was sind wirklich Technikfragen, die uns alle interessieren?
Roman: Ja, und das mit dem Ziel verknüpft, dem Bauherrn Mehrwert zu bieten. Gebäudetyp E ist eine Tendenz, die wir kennen — möglichst wenig Technik. Die andere ist, Resilienz zu schaffen, also mehr Klimatechnik einzusetzen oder Gebäude vielleicht passiv zu klimatisieren, weil es einfach wärmer werden wird. In 25 wird es wärmer als in 24, das ist sehr wahrscheinlich.
Sören: Es geht auch um den ersten Schritt: sich mit der Frage beschäftigen, Aufklärungsarbeit leisten, was es bedeutet, wenn eine Stresssituation oder ein Unwetter kommt — was die Konsequenzen tatsächlich bedeuten.
Roman: Wie kann ich das in meiner Planung berücksichtigen? Das ist gemeinsam das Thema. Und dann werden wir das gute alte Thema BIM wahrscheinlich wieder haben — das eine oder andere Update — und kreislaufgerechtes Bauen. Da wird aufgrund der EU-Taxonomie ab nächstem Jahr noch ein bisschen mehr auf uns zukommen.
Wie verabschieden sich Roman und Sören aus der Staffel?
Roman: Wir haben viel vor. Sören, es war mir ein Fest, mit dir in diesem Jahr diesen Verein zu gründen — unter anderem mit vielen anderen, die dabei waren. Es wird mir ein Fest sein, nächstes Jahr mit dir weiterzumachen.
Sören: Auf jeden Fall. Weiterzugehen, den Podcast zu machen, in die dritte Staffel.
Roman: Wir versuchen nochmal ein allerletztes Mal das alte Intro und Outro.
Sören: Einfach für ein bisschen Nostalgie. Wir wünschen euch frohe Weihnachten — beziehungsweise einfach besinnliche Feiertage.
Roman: Und einen guten Rutsch. Wir sehen uns wieder im Jahr 2025 an der TGA-Bar. Bis dann. Ciao.
Häufige Fragen zu dieser Folge
Die zweite Staffel umfasste 62 Folgen; mit dieser 62. Folge wurde sie als Staffelfinale beendet. Die erste Staffel hatte zuvor exakt 100 Folgen über fast zwei Jahre.
Für die dritte Staffel 2025 nehmen sich die Hosts mehr Technikthemen vor: Schallschutz, Projektsteuerung, Kapazitätenplanung, ein KI-Update, die Ausbildung der Systemplanenden und der nächsten Generation, Klimaresilienz sowie Updates zu BIM und kreislaufgerechtem Bauen.
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